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Neuaufbau nach Schneebergland-Crash in nur einer Woche
Der Kärntner Rallyepilot Peter Ebner hatte heuer in der 2WD-Wertung schon mehrfach tolle Ergebnisse erzielen können. Dementsprechend motiviert war das Team von JAGA Motorsport am vergangenen Wochenende auch zur Schneebergland-Rallye rund um Rohr im Gebirge/NÖ gereist. Doch es lief diesmal absolut nicht nach Wunsch, bei seiner ersten reinen Schotterrallye und auf den für ihn unbekannten Sonderprüfungen kam bereits auf der ersten Sonderprüfung das Aus! „Wir haben aufgrund der extrem schwierigen Bedingungen eigentlich nicht übertrieben flott begonnen, aber wenn man um eine Top-Platzierung fährt, muss man auch ein gewisses Tempo gehen. Es war sehr rutschig und wir sind zu schnell in eine Rechtskurve gekommen und haben uns über die Böschung überschlagen. Mein Beifahrer Gerald Winter und ich sind unverletzt geblieben, leider wurde aber das Auto ziemlich in Mitleidenschaft gezogen – und das zum für das Team ungünstigsten Zeitpunkt“, gab Ebner nach dem Unfall zu Protokoll.
Der Citroen ist für die WM-Rallye in Finnland vermietet
„In erster Linie ist wichtig, dass bei dem Unfall niemand verletzt wurde. Die Schneebergland- Rallye war eigentlich als Test für den WM-Lauf in Finnland geplant, jetzt stehen wir aber vor der größten Herausforderung in der Teamgeschichte“, so JAGA-Teamchef Hannes Jagarinec. Für das Lavanttaler Team begann mit dem Crash ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der Citroen ist für die Teilnahme am Weltmeisterschaftslauf Anfang August in Finnland an einen ukrainischen Piloten vermietet. Das Team rund um Jagarinec hat nun alle Hände voll zu tun: „Bei dem Unfall wurde der Überrollkäfig so stark beschädigt, sodass wir das Fahrzeug auf einer neuen Rohkarosserie komplett neu aufbauen müssen. Am Freitag nach dem Unfall habe ich sofort Kontakt mit Citroen Racing aufgenommen und konnte eine neue Rohkarosse organisieren.“
Neuaufbau innerhalb von nur einer Woche
Am Sonntag haben sich Ebner-Copilot Gerald Winter und das Kärntner Rallye-Urgestein Kurt Jabornig gemeinsam auf den Weg nach Frankreich aufgemacht, um die Karosserie abzuholen. Parallel wurde am Wochenende in der JAGA-Werkstätte unter der Leitung von Chefmechaniker Alexander Posch das beschädigte Fahrzeug komplett zerlegt und eine Liste mit allen benötigten Ersatzteilen an Citroen Racing übermittelt. So konnte die Kärntner „Delegation“ bereits am Montagfrüh mit Karosse und einem umfangreichen Teilepaket wieder die Heimreise nach Kärnten antreten, wo alles für den Neuaufbau in die Wege geleitet wurde. Nachdem die Karosserie von einem örtlichen Lackierer fertiggestellt wurde, hat das Team nur rund fünf Tage Zeit, um daraus ein komplettes Rallyefahrzeug zu „zaubern“.
Finanzieller Rückschlag
„Mein Dank gilt schon jetzt Chefmechaniker Alexander Posch sowie Christoph Leitgeb und Christian Posch, die den Aufbau neben ihrer Arbeit in der Freizeit – hauptsächlich nachts – bewerkstelligen. Durch den Schaden ist aber die finanzielle Situation des Teams äußerst angespannt, weshalb wir besonders auf die weitere Unterstützung unserer Sponsoren hoffen, denen wir mit unseren erfolgreichen Einsätzen heuer sicher eine gute Werbeplattform geboten haben“, so Hannes Jagarinec. JAGA Motorsport wird in Finnland gleich zwei Citroen DS3R3 mit ukrainischen Fahrern einsetzen. Am 25. Juli macht sich hierzu ein Tross mit einer elfköpfigen Crew und vier Fahrzeugen auf den Weg nach Skandinavien. Zur Zukunft sagt Hannes Jagarinec: „Die Österreichische Meisterschaft ist für uns gelaufen, wir konzentrieren uns momentan voll auf den WM-Lauf. Es ist jetzt noch zu früh, um längerfristige Pläne zu machen, aber wir werden versuchen, 2013 wieder am Start zu sein. Peter Ebner ist ein Motorsportler mit Leib und Seele – es wäre schön, mit ihm weiter zusammenarbeiten zu können.“
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